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Alte Historische Fotos und Bilder Wust-Fischbeck, Sachsen-Anhalt
Old historical photos and pictures Wust-Fischbeck, Saxony-Anhalt

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Wappen Wust-Fischbeck

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Geschichte von Wust-Fischbeck, Sachsen-Anhalt in Fotos
History of Wust-Fischbeck, Saxony-Anhalt in photos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Wust-Fischbeck ist eine kreisangehörige Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, die am 1. Januar 2010 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Wust und Fischbeck (Elbe) gebildet wurde.

Die Gemeinde Wust-Fischbeck gehört der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land an.

Die Gemeinde Wust-Fischbeck besteht aus folgenden Gemeindeteilen:

Briest, Fischbeck (Elbe), Kabelitz, Melkow, Sydow, Wust, Wust Damm, Wust Siedlung

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 1228

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Wust-Fischbeck. Briest - Gasthaus von Wilhelm Heiland
Briest - Gasthaus von Wilhelm Heiland, Gesellschaftsgarten, Schloß mit Park, Schule, 1910
Wust-Fischbeck. Briest - Schloß, 1916
Briest - Schloß, 1916
Wust-Fischbeck. Fischbeck - Imbißstand bei Autohändler, 1991
Fischbeck - Imbißstand bei Autohändler, 1991
Wust-Fischbeck. Fischbeck - Kriegerdenkmal, Gasthaus von Fritz Seiler
Fischbeck - Kriegerdenkmal, Gasthaus von Fritz Seiler, Bismarck-Gedenkstein, Weide, 1914
Wust-Fischbeck. Fischbeck - Stiftskirche, 1920
Fischbeck - Stiftskirche, 1920
Wust-Fischbeck. Melkow - Romanische Dorfkirche
Melkow - Romanische Dorfkirche
Wust-Fischbeck. Rittergut Wust, zwischen 1857 und 1883
Rittergut Wust, zwischen 1857 und 1883
Wust-Fischbeck. Schloß Wust und Schlosspark, um 1940
Schloß Wust und Schlosspark, um 1940

Überblick Ortsteile

Ortsteil Briest

Briest ist ein kleiner Ort mit der großen Kunst kleiner Figuren. Die Marionettenbühne "Märchenvogel" des GuM (Geschichtskreis und Marionettenbühne im ev. Kirchspiel Wulkow - Wust) hat hier ihr Haus in der frühgotischen Dorfkirche gefunden, in der neben den Aufführungen mit den selbst gefertigten Puppen auch Gottesdienste, Lesungen, Konzerte und Versammlungen stattfinden. Der Ortsname lässt sich auf das slawische Wort für Birke zurückführen. Bereits 946 wird der Ort in der Übereignungsurkunde von Otto I. an das Bistum Havelberg erwähnt.

Ortsteil Fischbeck (Elbe)

Erste Hinweise auf Fischbeck finden sich im ausgehenden 12. Jahrhundert. 1240 wird der Bau der Kirche unter Hilfe und Anleitung des Klosters Jerichow erwähnt. 1373 wird erstmalig von einer Fährverbindung gesprochen. Die Nähe zur alten Kaiserstadt Tangermünde war vermutlich der Anlass für eine Schaffung einer solchen Verbindung. Wichtige Impulse für die Entwicklung erfährt Fischbeck im 19. Jh. durch die Befestigung der "Hamburger Kunststraße", die Inbetriebnahme der Kleinbahnstrecke von Genthin nach Schönhausen, den Bau einer Molkerei und nicht zuletzt durch die Gründung der ersten Rinderstammzuchtgenossenschaft Deutschlands. Noch heute ist Fischbeck durch die Landwirtschaft geprägt. Im Gewerbegebiet haben sich einige Dienstleister niedergelassen. 'Berühmtheit' erlangte der Ort durch den Deichbruch am 10.06.2013.

Ortsteil Kabelitz

Kabelitz gehörte seit der Gründung 1144 zum Kloster Jerichow und später zum königlich - preußischen Gebiet. Die Kirche in der Ortsmitte ist ein gotischer Backsteinbau, der drei Bauphasen aufweist. Von der Elbquerung bei Tangermünde in Richtung Osten führte eine alte Heerstraße als Knüppel- und Steindamm durch die Trübenniederung für dessen Unterhaltung am Zollhaus ein Straßenzoll zu entrichten war. Erst nachdem die Wuster Chaussee fest ausgebaut war, wurde die Zolleinnahme überflüssig. Mit diesem Straßenbau erhielt auch Kabelitz eine feste Anbindung an die alte Heerstraße. Trotz vieler Zerstörungen durch Kriege und der Bedrohungen durch das Hochwasser der Elbe ist Kabelitz auch heute noch von einer geschlossenen Bebauung kleiner und großer Bauernhöfe geprägt. Die Landwirtschaft dominiert nach wie vor das wirtschaftliche Leben im Ort.

Ortsteil Melkow

Mit dem wehrhaften Kirchenbau ist Melkow eine Station entlang der Straße der Romanik. Der romanischen Dorfkirche aus dem 12. Jh. ist deutlich ihre architektonische Nähe zu dem Klosterbau in Jerichow anzusehen. Die Kirche gehörte zum Prämonstratenserkloster Jerichow bis die Familie von Katte die Patronatsrechte 1726 erwarb.

Die Anlage des Ortes weist noch heute typische Merkmale einer slawischen Siedlung auf. In der Kirche ist das Modell eines slawischen Dorfes zu sehen. Heute prägt vor allem die Landwirtschaft den Ort, aber auch gewerbliche Unternehmen sind auf dem Gelände eines ehemaligen landwirtschaftlichen Unternehmens angesiedelt.

Ortsteil Sydow

Von 1370 bis 1400 wird der Ortsteil Sydow als Sysowe und Zidow im Lehnsregister des Erzbischofs von Magdeburg erwähnt. Die romanische Backsteinkirche in Sydow entstand im 12. Jh. und wurde zu Beginn des 17. Jh. umfassend umgebaut und im barocken Stiel ausgestattet. Erhalten sind einzigartige Wandmalereien in der Apsis, dem Chorraum und dem Kirchenschiff aus der Zeit der Erbauung des Gotteshauses. Eine spätgotische Pforte als Überrest einer alten Kirchhofsbefestigung empfängt bis heute ihre Besucher.

Anfang des 15. Jh. übernahm die Familie von Hopkorf das Gut zu Sydow sowie das Kirchenpatronat. Mitte des 17. Jh. ging das Rittergut in die Zollchower Linie derer von Katte über. Nach dem Brand von 1881 entstand ein neues Gutshaus mit einem 1,2 ha großen Park, wovon heute jedoch nur noch Reste zu sehen sind. Der Kenner findet in den alten Parkanlagen aber noch manche botanische Besonderheit.

Ortsteil Wust

Ursprünglich als slawische Siedlung mit dem Namen Wostitz gegründet, wird der Ort Wust 1240 mit der Kirchweihe erstmalig urkundlich erwähnt. In der Mitte des 15.Jh. erhält die Familie von Katte den Ort als Lehen. Durch die Jahrhunderte prägte die Adelsfamilie das Leben im Dorf und in seiner Umgebung. Der Name Katte ist verbunden mit einer grausamen Tragödie. Hans Hermann von Katte, der Jugendfreund Friedrichs II., verhalf 1730 dem Kronprinzen zur Flucht aus dem königlichen Elternhaus. Nachdem beide gefasst wurden, ließ der König Friedrich Wilhelm I. den jungen Katte in Küsterin enthaupten. Seine Gebeine wurden in die Familiengruft nach Wust gebracht.

Noch heute prägt das denkmalgeschützte Ensemble des ehemaligen Herrenhauses mit den dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden und Grünanlagen sowie der Dorfkirche den Ort. Jeden Sommer findet auf dem alten Gutsgelände die Sommerschule Wust statt. Junge Menschen von britischen und amerikanischen Universitäten lehren ihre Sprache. In dieser Zeit sind im Dorf und darüber hinaus Kunst und Kultur in ungewöhnlicher Fülle zu erleben. Ihren Hauptsitz hat die Sommerschule im ehemaligen Kornspeicher, in dem nicht nur während der Sommerveranstaltungen viel zu erleben ist. Vom Frühjahr bis in den Herbst kann der Einfluss der Kuh auf Kunst, Kultur und Alltagleben auf humorige und ernste Weise im Muuuhseum der Altmark bestaunt werden.

Ortsteil Wust-Damm

Der Ortsteil Wust-Damm besteht bis heute nur aus wenigen Häusern. Entstanden ist diese Ansiedlung wohl wegen der Lage an der alten Poststraße. Die Besiedlung setzte vermutlich zum ausgehenden 17. Jh. auf Veranlassung des Preußenkönigs Friedrich I. durch die Errichtung von Teerhütten ein. Anfang des 19. Jh. wurden über 60 Einwohner gezählt, 3 Kolonistenhäuser, eine Teerhütte und ein Forsthaus.

Ortsteil Wust-Siedlung

Die Wuster Siedlung ist eine vergleichsweise sehr junge Siedlung. Am Anfang des 20. Jh. übernahm Adolf von Pilgrimm die Verwaltung des Gutes in Wust. Die finanzielle Lage zu der Zeit war bereits angespannt und so wurden Teile der Gutsanlage veräußert. Das Vorwerk, wo sich seit der 2. Hälfte des 19. Jh. zeitweise eine eigene Ziegelei befand, wurde zur Besiedlung frei gegeben. 12 Siedlerstellen sollten dort aufgebaut werden. Die fünf vorhandenen Gebäude (Pferdestall, Schweinestall, Ochsenstall, Schäferei und Trockenscheune der Ziegelei) wurden für fünf Siedlerfamilien um- und ausgebaut. Für die restlichen sieben Siedler wurden neue Gebäude geschaffen. Die neu angesiedelten Bauern bildeten eine Dreschgemeinschaft und statteten sich mit einer Dreschmaschine und einem Ackerschlepper aus. In der Mitte der Siedlung wurde eine Kombination von Backhaus und Spritzenhaus für alle errichtet. Das Backhaus steht seit 1978 unter Denkmalschutz und wurde seit seiner Instandsetzung in den 90er Jahren zu verschiedensten Anlässen wieder genutzt.

Quelle: elbe-havel-land.de



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