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Alte Historische Fotos und Bilder Zaisenhausen, Baden-Württemberg

Wenn Sie habe Vergessen deine Vergangenheit - Ihr wirst keine Zukunft haben


Wappen Zaisenhausen

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Geschichte von Zaisenhausen, Baden-Württemberg in Fotos

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Eine kleine historische Referenz

Geographie:

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 1686

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Zaisenhausen. Ansicht Bahnhof und Dorf, 1932
Ansicht Bahnhof und Dorf, 1932
Zaisenhausen. Kirche, Statue, 1968
Kirche, Statue, Gasthaus zum Lamm und Panorama von Dorfstraße, 1968
Zaisenhausen. Panorama von Dorfstraße, 1914
Panorama von Dorfstraße mit blick zur Kirche, 1914
Panorama von Zaisenhausen
Panorama von Zaisenhausen

Geschichte Zaisenhausen

Die fruchtbare Zaisenhäuser Gemarkung ist seit der Jungsteinzeit vor 7.000 Jahren durchgängig besiedelt. Funde aus der Zeit der Bandkeramiker, der Bronzezeit und die Entdeckung einer römischen Villa Rustica belegen dies.

Ein fränkisches Königsgut wurde nach der Völkerwanderungszeit zur Keimzelle des heutigen Dorfes. Dieser Königshof mit 23 grundhörigen Hofstätten unterstand dem Kloster Weißenburg im Nordelsass.

Urkundlich erwähnt wurde Ceisenhusen erstmals im Jahr 991, als der Salier-Herzog Otto diesen Königshof zusammen mit 67 anderen Gütern des Klosters Weißenburg gewaltsam in seinen Besitz nahm.

Im Mittelalter übte das Zisterzienserkloster Maulbronn rund 400 Jahre lang die Ortsherrschaft aus. In dieser Zeit entwickelte sich Zaisenhausen zu einem stattlichen Reihendorf, das durch zwei Dorftore geschützt war. Etwas außerhalb befand sich im Gewann Hofrecht in der Nähe des heutigen Friedhofs ein befestigter Weiler mit einer eigenen Kirche. Nach der Reformation gehörte der Ort zu Württemberg und ab 1747 zur Kurpfalz.

Den Höhepunkt seiner bisherigen Geschichte erlebte der Ort im 18. Jahrhundert, als im Kohlbachtal schwefelhaltige Heilquellen entdeckt wurden. Daraufhin ließ der Herzog von Württemberg hier Kuranlagen errichten, die Kranke und Badegäste aus weitem Umkreis anlockten und dem Ort eine wirtschaftliche Blütezeit bescherten.

Nachdem Zaisenhausen in den Besitz der Kurpfalz gekommen war, ließ Kurfürst Carl Theodor das Zaisenhäuser Schwefelbad renovieren und vergrößern, so dass die Gesamtanlage um 1770 rund hundert Räume und eine weitläufige Kuranlage umfasste. Dann setzte ein unerwarteter und schneller Niedergang ein, weil Kurfürst Carl Theodor die Wittelsbacher in Bayern beerbte und seine Residenz ins Münchner Schloss Nymphenburg verlegte. Die Kurpfalz verlor daraufhin das Interesse an der Erhaltung der Badeanlage. Alle späteren Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. 2013 wurde am Ortseingang ein Informationspavillon über die Geschichte des Schwefelbades eingeweiht.

Die evangelische Kirche „Zu unserer lieben Frau“ ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Gemeinde. Sie wird auch Dom des Kraichgaus genannt und wurde von 1834-36 nach Plänen des Karlsruher Oberbaurats Heinrich Hübsch gebaut, einem der bedeutendsten Architekten seiner Zeit.

Seit 1803 ist Zaisenhausen badisch. Das Dorf hatte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fast ausschließlich evangelische Einwohner. Durch den Zuzug von fast 500 Heimatvertriebenen und Flüchtlingen kamen nach Kriegsende viele katholische Einwohner hinzu.

Ab den 1960er Jahren erlebte Zaisenhausen einen grundlegenden Strukturwandel von einem traditionellen Kraichgauer Bauerndorf zu einer gewerblich-industriell geprägten Gemeinde, in der heute fast 600 Menschen einen Arbeitsplatz finden. Damit verbunden war die Schaffung von zwei Gewerbegebieten und mehreren neuen Wohngebieten sowie der Zuzug einer größeren Anzahl von Einwohnern aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum.

Bis 1973 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Sinsheim. Bei dessen Auflösung im Rahmen der großen baden-württembergischen Verwaltungsreform konnte Zaisenhausen seine Selbständigkeit behaupten. Das Dorf blieb badisch und kam zum Landkreis Karlsruhe und ist heute mit knapp 1.700 Einwohnern die kleinste Gemeinde dieses Landkreises. Mit der Nachbargemeinde Sulzfeld besteht seit 1975 eine gut funktionierende Verwaltungsgemeinschaft.

Durch die Umgehungsstraße im Zuge der B 293 und den Anschluss an die Stadtbahnlinie S4 von Karlsruhe nach Heilbronn ist Zaisenhausen heute verkehrsmäßig hervorragend erschlossen. Zusammen mit seiner Lage im reizvollen Kraichgauer Hügelland macht dies den hohen Wohnwert der Gemeinde aus.

Quelle: www.zaisenhausen.de



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