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Alte Historische Fotos und Bilder Zwiefalten, Baden-Württemberg

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Wappen Zwiefalten

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Geschichte von Zwiefalten, Baden-Württemberg in Fotos

Eine kleine historische Referenz

Geographie: Zur Gemeinde Zwiefalten mit den Gemeindeteilen Baach, Gauingen, Gossenzugen, Hochberg, Mörsingen, Sonderbuch, Upflamör und Zwiefalten gehören insgesamt 7 Dörfer, 1 Weiler (Attenhöfen) und 3 Höfe (Loretto, Bühlhof, Straubinger).

Im Gemeindegebiet liegen mehrere abgegangene, heute nicht mehr bestehende Siedlungen: Das um 1100 als Gouwiberc erwähnte Gauberg und Steinhausen, auf das ein Flurname hindeutet im Gemeindeteil Gauingen; Offenhausen im Gemeindeteil Mörsingen; die beiden 1089 erwähnten Siedlungen Elnhausen (als Ellinhusin) und Katzenstaig (als Kazzunsteige) und die 1272 als Weschelinshulwe erwähnte Siedlung Weschlinshülbe im Gemeindeteil Upflamör.

Gründungszeitpunkt:

Einwohner: 2187

Geschichte:

Sehenswürdigkeiten:

Zwiefalten. Alter Wasserturm
Alter Wasserturm
Zwiefalten. Fastnacht 1908, Straßentheater
Fastnacht 1908, Straßentheater
Zwiefalten. Klosterkirche
Klosterkirche
Zwiefalten. Klosterkirche
Klosterkirche
Zwiefalten. Mörsingen - Inneres der Kirche, 1936
Mörsingen - Inneres der Kirche. Ansichten des unteren und oberen Dorfes, 1936
Zwiefalten. Panorama von Kloster, 1826
Panorama von Kloster, 1826
Zwiefalten. Panorama von Sonderbuch, 1924
Panorama von Sonderbuch, Wirtschaft zum Burren, Schulhaus, 1924
Zwiefalten. Panorama von Upflamör
Panorama von Upflamör, Gasthaus zum Albrose, Kirche und Landschulheim
Panorama von Zwiefalten und Kloster, 1890
Panorama von Zwiefalten und Kloster, 1890
Panorama von Zwiefalten und Kloster, 1943
Panorama von Zwiefalten und Kloster, 1943
Panorama von Zwiefalten und Kloster, 1949
Panorama von Zwiefalten und Kloster, 1949
Zwiefalten. Wimsener Höhle, Eingang, 1957
Wimsener Höhle, Eingang, 1957

Geschichte Zwiefalten mit Ortsteile

Zwiefalten

Am Fuße der Schwäbischen Alb, idyllisch in zwei Wiesentälern der Aach gebettet, liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Zwiefalten.

Herrliche Landschaften, saftige Wiesen, fruchtbare Äcker, reiche Schätze wie Holz und Naturbaustein sowie reinstes Quellwasser – es ist nachvollziehbar, weshalb sich 1089 die Benediktinermönche aus Hirsau im Schwarzwald in Zwiefalten niedergelassen haben. 12 Mönche und 5 Laienbrüder waren die ersten Bewohner der später blühenden Gemeinde. Mit den Mönchen kamen auch Bauern und Handwerker nach Zwiefalten.

Kunstgeschichtlich bedeutsam war der Neubau der ursprünglich romanischen Klosterkirche im 18. Jahrhundert. Zwischen 1741-1753 schuf der Baumeister Johann Michael Fischer aus Gauinger Travertin ein Meisterwerk des Spätbarocks: Das Münster „Unserer Lieben Frau“.

Zwiefalten verdankt seine historische Bedeutung dem ehemaligen Kloster, das im Jahre 1089 von Benediktinermönchen aus Hirsau gegründet wurde. Die Gemeinde war im Mittelalter dank des Klosters ein blühender Ort, mit Schule, Spital und eigener Brauerei. Über 700 Jahre prägten die Mönche das Leben der Gemeinde. In dieser Zeit konnte das Kloster zahlreichen Schrecken wie Pest, kriegerische Auseinandersetzungen, Plünderungen, Fehden und ähnlichen Übeln trotzen. Die Jahrhunderte lange, ereignisreiche Geschichte der Benediktiner in Zwiefalten endet 1803, als das prächtige Kloster, im Zuge der Säkularisation, gewaltsam aufgelöst wurde. Viele kostbare Schriften und Dokumente der reichen Bibliothek fielen der Verwüstung zum Opfer.

Wenige Jahre später, im Jahre 1812, wurde das Klostergebäude als „königlich württembergische Heilanstalt“ umfunktioniert (ZfP Zwiefalten). Auch heute wird das Kloster als Zentrum für Psychiatrie genutzt.

Sowohl das als Psychiatrie umfunktionierte Kloster wie auch die ortsansässige Klosterbrauerei prägen nicht nur das Bild der Gemeinde, ihnen ist auch die Bekanntheit Zwiefaltens weit über die Grenzen des Landkreises zu verdanken.

Die Gemeinde Zwiefalten ist heute ein blühender Ort, der jährlich von rund 250.000 Gästen aus aller Welt besucht wird.

Attenhöfen

Attenhöfen (11 Einwohner/Stand Sept. 2014), ist ein malerischer Weiler mit vier Bauernhöfen. Er erstreckt sich auf einem Hügel über dem rechten Aachufer und ist der am südlichsten gelegene Ort im Landkreis Reutlingen.

Attenhöfen gehört zu den ältesten Besitzungen des Klosters Zwiefalten. Im Jahr 1270 nahm das Kloster dem Graf von Hohenberg die Vogtei über das Kloster und insbesondere über die Weiler Attenhausen, Breitenfeld und Brunnen ab. Die kleine St. Anna Kapelle wurde 1906 von den Bewohnern Attenhöfens erbaut.

Baach

Im Jahre1938 wurde Baach eingemeindet (535 m NN; 227 Einwohner/Stand Sept. 2014). Das katholische Dorf liegt im Aachtal an der Straße nach Riedlingen (B 312).

Baach war einst der Sitz von Edelleuten. Eine bereits im Jahre 1188 erwähnte Burg in Baach wurde im 15. Jahrhundert zerstört. Von der ehemaligen Burganlage sind heute noch Wall und der Graben erhalten.

1658 wurde in Baach die St. Stephanus Kapelle erbaut. Sie gehörte im Mittelalter dem Benediktinerkloster Zwiefalten, ebenso der berühmte Marienbrunnen am Dorfplatz. Wie das Münster im Hauptort, so ist auch die Kapelle mit barocken Elementen verziert.

Gauingen

Seit 1. Januar 1975 eingemeindet (738 m NN; 175 Einwohner/Stand Sept. 2014) liegt Gauingen auf der Hochalb an der Straße Richtung Reutlingen (B 312). Das drei geteilte Straßendorf zieht sich von der Hochfläche in eine seitliche Talmulde der Zwiefalter Aach hinab. Bekannt ist Gauingen durch das Travertinvorkommen (helles Kalkgestein).

Gauingen ist einer der ältesten Ortsteile von Zwiefalten. Urkundlich wurde der Ort bereits im Jahre 904 erwähnt und war einst für den reichen Obstanbau bekannt. Die Wendelinuskapelle wurde im Jahre 1688 erbaut. Der St. Wendelinusbrunnen wurde, nach dessen Zerstörung, 1960 aus dem berühmten Gauinger Travertin wiedererrichtet.

Gossenzugen

Ist seit 1. Januar 1938 eingemeindet (545 m NN; 132 Einwohner/Stand Sept. 2014) und liegt im Tal der Zwiefalter Aach, nordwestlich von Zwiefalten. Von Gossenzugen aus hat man einen herrlichen Blick auf das Münster und schöne Wanderwege führen an malerische Plätze.

Anfang des 14. Jahrhunderts fiel das ursprünglich zu Veringen gehörende Gossenzugen an das Kloster Zwiefalten. Erst 1826 wurde der Ort selbstständig und war bis 1832 Verwaltungssitz von Zwiefalten.

Die kleine, reizende Magnus-Kapelle im Ort, wurde 1749 von Johann Michael Fischer, Baumeister des Zwiefalter Münsters und dem Münster-Stuckateur Johann Michael Feuchtmayer errichtet und ausgestaltet.

Hochberg

Seit 1. Januar 1975 eingemeindet (685 m NN; 57 Einwohner/Stand Sept. 2014), liegt Hochberg fünf Kilometer oberhalb Zwiefaltens in westlicher Richtung am Rande des Dobeltales.

Bereits 1100 wurde Hochberg, damals noch Houwinberg, erwähnt und gehört seit dem 14. Jahrhundert zu Zwiefalten. Die St. Josef Kapelle im Ort wurde 1688 erbaut und geweiht. Trotz seiner schon immer überschaubaren Größe waren in Hochberg im 19. Jahrhundert, neben Landwirten, acht unterschiedliche Handwerksbetriebe angesiedelt: Glaser, Hufschmied, Küfer, Schneider, Schuhmacher, Zimmermann, Weber sowie Kleinhändler.

Mörsingen

Mörsingen wurde am 1. Februar 1972 eingemeindet (661 m NN; 96 Einwohner/Stand Sept. 2014) und liegt ca. 5 km südwestlich von Zwiefalten in einer quellenreichen Talmulde der Schwäbischen Alb.

Mörsingen wurde 904 als Merigisinga erstmals urkundlich erwähnt. Es zeichnet sich durch die besondere Dreigliederung in: Ober-, Mittel- und Unterdorf aus – eine Einteilung die baurechtlich geschützt ist und auf einstige Besitzteilung zurückzuführen ist.

Geologische Funde beweisen, dass bereits während des zweiten Abschnittes der Eiszeit (La-Tène-Zeit; 5.-1. Jh. v. Chr.) die Kelten in Mörsingen waren.

Sonderbuch

Seit 1. Januar 1975 ist Sonderbuch eingemeindet (674 m NN; 158 Einwohner/Stand Sept. 2014) und liegt nordöstlich von Zwiefalten, am Hang eines kleinen Seitentales langgestreckt als Hang-Dorf erbaut.

Sonderbuch wurde erstmals 1100 in Hayingen erwähnt, von wo aus der Ort gegründet wurde. Im Jahre 1432 ging Sonderbuch an das Kloster Zwiefalten über. Sehenswert ist das 1861 erbaute Rathaus mit Backhausanbau und der Kreuzweg am Ortsausgang Richtung Zwiefalten. Dieser wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom Ortsvorsteher und von Gemeindemitgliedern errichtet und eingeweiht. Die Leonardskapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Upflamör

Upflamör wurde am 1. Januar 1974 eingemeindet (740 m NN; 83 Einwohner/Stand Sept. 2014). Es ist eines der höchst gelegenen Albdörfer und liegt westlich von Zwiefalten, umgeben von Landschafts- und Naturschutzgebieten.

Im Umkreis gefundene Hügelgräber aus der Bronze (2200-800 v. Chr.)- und Hallstattzeit (800-450 v. Chr.) zeugen von der frühen Besiedlung der Gegend. Seit 1089 ist Upflamör Teil der Pfarrei Zwiefalten. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Dorfkirche im Ort. Sie wurde im frühen Mittelalter errichtet und 1587 zu Ehren des Hl. Blasius geweiht und mit einem Glockengeschoss ergänzt.

Quelle: www.zwiefalten.de



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